MMA
In Braunschweig

Freies Kämpfen kombiniert mit Bodenkampf und Stand-Up Techniken

MMA (Mixed Martial Arts)

MMA bedeutet Mixed Martial Arts und ist eine moderne Art des Vollkontaktsports. Die Wurzeln liegen im griechischen Pankration, welches früher eine Disziplin der Olympischen Spiele war. Richtig bekannt wurde der MMA-Sport aber erst in den 90er Jahren. Hauptverantwortlich ist dafür die MMA-Liga UFC (Ultimate Fighting Championship), und ist in kurzer Zeit immer Populärer geworden.

MMA vereint viele Tritt- und Schlagtechniken wie im Boxen, Kickboxen, Muay-Thay oder Karate mit Wurf- und Grifftechniken aus dem Ringen, Judo, Jiu-Jitsu und Luta Livre. Im Grunde genommen werden alle Kampfsportarten mit relativ wenig Beschränkungen und wenigen Regeln vereint. Der Kampf erfolgt somit im Stand-Up Fight sowie auf dem Boden.

Regeln & Kampftechniken

Der Kampf wird durch Aufgabe des Gegners oder durch Abbruch durch den Referee entschieden. Sollte letzteres passieren, wird der Kampf via K.O. (Knockout) gewertet. Eine dritte Möglichkeit ist der Sieg nach Punkten, auch ein Unentschieden ist möglich. Alle Kämpfer sind in unterschiedliche Gewichtsklassen eingeteilt.

Das Regelwerk beim MMA ist relativ klein gehalten. Verboten ist lediglich der Angriff auf Augen oder Genitalien. Ebenso ist beissen, kratzen oder reißen an Ohren oder Nase verboten. Was für außenstehende oft als Prügelei angesehen wird, erfordert in der Wirklichkeit ein enormes Maß an Technik, Ausdauer und den richtigen Entscheidungen besonders bei Hebel- oder Würgetechniken. Nur so ist es möglich, gezielt den Gegner zur Aufgabe zu zwingen oder den Kampf durch K.O. zu gewinnen.

Techniken aus dem Luta Livre

Luta Livre ist eine Kampfkunst, die zu Begin des 20. Jahrhunderts in Rio de Janeiro Ihren Ursprung hat. Die Übersetzung aus dem portugiesischen lautet „freies Ringen“ oder „freies Kämpfen“.

In regellosen Kämpfen in Brasilien, dem Vale Tudo merkten die Kontrahenten schnell, dass ein offener Schlagabtausch ohne Schutzausrüstung schnell zum Verschleiß der eigenen Gesundheit führt. Somit legten Sie Ihr Augenmerk auf den ringerischen Aspekt des Zweikampfes, bei dem der Gegner durch Hebel auf Gelenke oder durch Würgegriffe kontrolliert zur Aufgabe gebracht wird.

In den 70er Jahren beeinflussten Techniker wie Roberto Laitao Sen. die Entwicklung des Lita Livre. Er trainierte mit einer Gruppe Männer die sich dem Vale Tudo widmeten. Da er den meisten Athleten der Trainingsgruppe körperlich unterlegen war, konnte er diese durch erfolgreiche Techniken besiegen. Lange Zeit befasste er sich mit dem Judo, und hat so viele effektive Techniken mit in das Luta Livre eingebracht. So wurde das Luta Livre von Generation zu Generation weiterentwickelt, und schließlich 1995 von Daniel D´Dane nach Deutschland gebracht.

Heute werden im Luta Livre zwei Varianten unterschieden

Im Luta Livre Vale Tudo sind sowohl ringerische Elemente als auch Schlag- & Tritttechniken erlaubt. Schläge und Tritte werden jedoch n erster Linie taktisch eingesetzt. Das Ziel ist nicht der K.O. des Gegners, sondern Ihn zu einer Schutzreaktion zu veranlassen, die wiederum zum Einsatz einer Aufgabetechnik (Submission) genutzt wird. Diese Form den Kämpfens findet heute vor allem Anwendung im Mixed Martial Arts (MMA), die aus Veranstaltungen der UFC bekannt sind.

Das Luta Livre Esportiva beschäftigt sich ausschließlich mit dem ringerischen Zweikampf. Dabei ist neben technischen Fähigkeiten die Kampfübersicht und die Taktik entscheidend. Der Gegner wird unter Druck gesetzt, seine Handlungsmöglichkeiten damit eingeschränkt, sodass sein nächster Zug vorauszuahnen ist und man ihn somit auskontern kann.

Disziplinen

Stand Up Fight
Stand Up Fight

Schlag & Kickkombinationen gehören beim MMA zu den wichtigsten Elementen für den Kampf auf längerer Distanz. Dazu trainieren wir Angriffsmethoden mit Armtechniken (Hand & Ellenbogen) sowie Kicks wie beim K1/ Kickboxen (Fuß, Schienbein, Kniestoß). Durch Partnerübungen lernst du nicht nur gezielte Angriffe, sondern trainierst gleichzeitig deine Deckung durch Meiden oder Blocktechniken.

Takedowns
Takedowns

Durch gezielte Wurftechniken (Takedowns), wird der Kampf meist weiter am Boden ausgeführt. Dabei können mehrere Techniken aus verschiedenen Situationen zum Einsatz kommen, um den Gegner erfolgreich aus dem Stand zum Boden zu bringen. Egal ob während einer Angriffssituation oder nach einem Konter, im MMA & Luta Livre bieten sich zahlreiche Möglichkeiten an um am Boden zu kämpfen.

Bodenkampf
Bodenkampf

Ziel des Grappling ist es, den Gegner durch gezielte Hebel- oder Würgegriffe zur Aufgabe zu zwingen. Hierbei kommen Techniken zum Einsatz, die aus dem Luta Livre oder Jiu-Jutsu entspringen. Besonderer Fokus liegt hier auf der sauberen Ausführung, die enorme Beweglichkeit und Gegnerkontrolle benötigt. MMA bietet somit aus jeder Situation die Gelegenheit, den Kampf für sich zu entscheiden.

Gallerie

Trainingsablauf

Die MMA & Luta Livre Trainingseinheiten finden zusammen in einer Gruppe statt. Das Training beginnt mit einem Warm-Up, bei dem besonders Wert auf die beanspruchten Muskeln und Gelenke gelegt wird. Da es gerade bei Bodentechniken zu Hebeln und Griffen kommt, ist es besonders wichtig bestimmte Muskelgruppen ausgiebig zu bewegen. Im Anschluss erfolgen Drills, bei denen zusammen mit Techniken die Kraft, Ausdauer sowie die Koordination der Bewegungsabläufe trainiert wird. Danach erfolgen Technikeinheiten, welche besonders die Gegnerkontrolle mit Hebel- oder Würgegriffen beinhalten. Je nach Trainingsprogramm werden hier Techniken aus dem Luca Lire oder aus dem MMA ausgeführt. Im Anschluss erfolgt das Sparring, was beim Luta Livre als „freies Rollen“, und beim MMA als freies Sparring erfolgt. Dabei trainieren wir alle respektvoll miteinander als Trainingspartner, und nur unter Verwendung von Schutzausrüstung!

Hier geht´s zum Trainingsplan